Neuanlagen in der Brot-und-Butter-Anlageklasse Anleihen sind auch dieses Jahr nicht besonders nahrhaft. Aber zum Jahresbeginn bleibt noch etwas Zeit, über neue Segmente und andere Vorgehensweisen nachzudenken. Im Folgenden einige Anregungen zum Aufpäppeln des darbenden Fixed-Income-Portfolios.
Längere Duration, tiefere Bonitäten, größere Illiquiditäten: Dieser Fixed-Income-Baukasten erscheint ausgereizt. Richten sollen es aus Sicht vieler nun wieder Asset Manager mit Alpha-Qualitäten. Um die Gefahr zu begrenzen, dass diese zu sehr ins Risiko gehen, bieten sich Multi-Manager-Strategien an.
Über die mit dem Verfehlen ihres Inflationsziels immer größer werdenden Frust-Shopping-Attacken der EZB auf den Anleihenmärkten ist so viel geschrieben wie gerätselt worden. Ungewissheit herrscht auch darüber, was die EZB wohl als nächstes kaufen könnte. Ein Blick in den Weltspiegel beflügelt die Fantasie.
Liquide, steuerlich transparent und relativ attraktive Renditen: Hedgefonds sind wieder salonfähig und entsprechende Strategien können Gelder einsammeln. Siemens und ein Münchner Family Office sind jedoch schon länger in verschiedene, auch illiquide Einzelstrategien investiert und verfolgen unterschiedliche Motive.
Die Anlagewelt des Corporate Treasurers liegt bei negativen Zinsen in Trümmern. Treasurer sind damit gezwungen, sich nach alternativen liquiden und sicheren Anlagemöglichkeiten umzuschauen. Für Asset Manager entsteht ein neues, milliardenschweres Kundensegment.
Für Aktieninvestments braucht es Wertsicherungskonzepte und gute Asset Manager – oder den langfristigen Anlagehorizont einer Stiftung. Diese können auch Kostenvorteile von Aktien-Direktinvestments genießen. In der Praxis stehen „Directs“ jedoch Probleme entgegen.
Die Regulierungsvorschriften von Solvency II sorgen für Gesprächsstoff bei VAG-Anlegergruppen. Ein wichtiger Aspekt: die Anwendbarkeit der Anlageverordnung. Über die formale und inhaltliche Baustelle, deren Baufortschritte und Bauabschnittspläne informierte Dr. Ulrich Krüger vom ABV auf einer Konferenz.
Stiftungsgründungen boomen. Mehr und mehr leidet jedoch mangels Erträgen die Erfüllung des Stiftungszwecks. Welche Rolle Aktien spielen können, um trotz Zinsmisere ertragreich und sicher wirtschaften zu können, zeigt die SOS-Kinderdorf-Stiftung. Investoreninterview mit Geschäftsführerin Petra Träg.
Viele besonders interessant und intelligent klingende Fondskonzepte und Anlagestrategien haben die missliche Eigenschaft, nicht den Vermögensstand, sondern nur den Erfahrungsschatz des Anlegers zu bereichern. Ist das Geld in den Sand gesetzt, bleibt Anlegern nur noch der Rechtsweg.
Wer auf stabile Erträge und festverzinsliche Wertpapiere nicht verzichten kann, sollte einen Blick auf „Bond Proxys“ werfen, wie Investoren auf dem ersten portfolio institutionell Summit im Jahr 2016 erfahren haben.